Es war ein schöner Tag im Sommer, als ich in die polnische Botschaft in Bern eingeladen wurde. In der Zwischenzeit war ich etwa wieder 2x in Polen, und nun ist es wirklich höchste Zeit, dass ich über diesen spannenden Besuch berichte, diesen schreibe ich jetzt am Nationalfeiertag in Polen, dem 11.11.2017. Wer Interesse hat mehr über Warschau zu erfahren, für den habe ich ganz unten noch meinen ersten Post verlinkt.

Eingeladen hatte zu dem Presse-Event die Firma Kulczyk Silverstein Properties und präsentiert wurde das Projekt „ETHOS“, ein prestigeträchtiges Bauprojekt mit Büros und Retailfläche für Luxus-Anbieter in Polen.

Schaut euch zuerst mal diesen Film an:

—–>>> Film auf Englisch <<—–

Wer Interesse hat sich da einzumieten, kann Kulczyk Silverstein kontaktieren -> Kontakt

Ich finde diese Fakten ganz besonders spannend

  • Polen ist gemäss Ernst & Young die attraktivste FDI (Foreign Direct Investment) Destination in Ost-Zentral-Europa. In ganz Europa nimmt Polen Platz 5 ein – dies nach DE, UK, FR und NL.
  • Polen ist das einzige Land in Ost-Zentral-Europa, das 2016 ein Verkaufswachstum (7%) verzeichnen konnte.
  • Gemäss Lonley Planet gehört Warschau zu den 10 besten Touristen-Destinationen: Das kann ich bestätigen, es gibt hier so viel Abwechslung, insbesondere für Personen, die sich für Kunst, Geschichte oder Musik interessieren. Wir besuchen immer wieder die Kunst-Galerien im Schloss.
  • Gemäss UNWTO gehört Polen zu den meistbesuchten Ländern der Welt.
  • Polen ist das einzige EU-Land, das dank langfristigem Denken Rezessionen vermeiden konnte (ja, die Polen sind halt ein schlaues Völkchen – ich habe dort die Matur gemacht und muss schon sagen, dass ich in den 2,5 Jahren extrem viel gelernt habe, insbesondere was Geschichte und logische Schlussfolgerungen anbetrifft).
  • Das BIP 2016 war 3,6% höher als ein Jahr davor.
  • Google hat eins von fünf innovativen Business Zentren in Warschau eröffnet (mir ist auch aufgefallen, dass sehr viele Ingenieurinnen aus Polen in Zürich arbeiten – in Polen ist das kein Männerjob, so wie in der Schweiz) – Marie Curie war übrigens auch eine Polin. Meine Lieblingspolin (ich bekomme irgendwie immer Tränen in den Augen, wenn ich an ihr Schicksal denken muss).
  • Microsoft Start-up Center eröffnet dieses Jahr, und JP Morgan zieht mit seinem Headquarter von London nach Warschau.
  • Warschau hat im Bereich Luxus-Handel die gleichen Zahlen zu erwarten wie Prag. In Warschau gibt es etwa 100 Flagship-Stores im Premium-Segment, in Prag sind es 60.
  • Im Vergleich geben Warschauer 12’000 Euro pro Einwohner für Einkäufe aus, in Prag sind es 10’000 Euro.
  • Am Platz der drei Kreuze sind Marken wie Dior, Gucci, Louis Vuitton, Rolex, Omaga, Montblanc und Ferrari vertreten. Da ist auch neu ETHOS geplant, mit einer Verkaufsfläche von 50’000 m2 mit lauter Luxus-Brands.

Was kann man in Warschau machen?

Bei schönem Wetter:

Unbedingt besucht haben sollte man den wunderschönen und riesigen Lazienki Park (darüber wurde schon in verschiedenen Werken der Literatur geschrieben). Unbedingt lohnenswert ist ein ausgedehnter Spaziergang durch die Altstadt, vielleicht verbunden mit einem Besuch in einem der Cafés oder einer Tasse Schokolade bei Wedel (Nowe Miasto – neue Stadt; Wedel ist zu vergleichen mit Sprüngli in Zürich). Und natürlich gibt es in der ganzen Stadt diverse Shopping-Optionen für jeden Geldbeutel. Weitere Ideen: Saska Kepa (Beach), Vistula Boulevard.

Bei Regen

Es gibt in Warschau eigentlich immer eine Vielzahl von Ausstellungen, Pop-Up Galerien & Musik-Veranstaltungen (-> Veranstaltungskalender). Spannend sind solche Musikveranstaltungen, die in den Quartieren stattfinden, wo man zB tanzen kann. Für kulturell Interessierte bieten sich zahlreiche Museen an, z.B. das jüdische Museum (das muss sehr interessant sein, ich möchte da bei nächster Gelegenheit auch hin), Chopard Museum oder das National Museum. Und natürlich gibt es auch bei schlechtem Wetter Optionen für ausgedehntes Shopping, z.B. in der Galeria Mokotow (Shoppingcenter). Wer mit Kindern unterwegs ist, für den könnte das Copernicus Science Centre interessant sein.

Was es sonst noch zu entdecken gibt:

Wer in die Höhe strebt und einen guten Blick über Warschau haben möchte, sollte die Panorama Bar im Mariott Hotel besuchen. Auf zwei Etagen gibt es eine angenehme Atmosphäre zum Entspannen, eine Karte mit interessanten Cocktails – und eben einen tollen Blick in die Weite der Stadt. Bist Du ein Liebhaber kleiner Märkte, dann könnte Dir der Frühstücks-Markt gefallen (kleine Street Food Markets mit regionalem & zb auch russischem Food & Unterhaltung -> immer an einem anderen Ort). Habe ich gerade das Wort Tanzen gehört? Die Polen lieben es zu tanzen, der Paartanz gehört hier noch nicht zum alten Eisen. Eine Option wäre zb der Palac Kultury für die Ü40er.

In Warschau wird es euch garantiert nie langweilig, weil man wirklich immer was tun kann. Egal ob alleine, mit Partner oder mit Familie. Die Polen sind auch sehr gesellige Menschen – wenn ihr also angequatscht werdet, dann ist das normal. Ich zB quatsche problemlos Leute an, v.a. in der S-Bahn, wie in Polen üblich. Das sind meine Gene… meistens plaudern dann die Leute auch mit mir.

Polen ist auch ein sehr kinderfreundliches Land, Schweizer werden sich vielleicht wundern, wenn sie vorgelassen werden an der Schlange. Aber so ist das halt. Männer helfen den Frauen mit den Koffern, und hin und wieder gibt es auch einen Handkuss, wenn eine Frau einem Gentleman vorgestellt wird.

Der Presse-Anlass: Foto Impressionen

Am Presseanlass in Bern gab es keine Handküsse, dafür eine Menge Infos über Warschau, die ich so auch noch nicht wusste.

Die Ansprache hielt der polnische Botschafter in Bern, im Anschluss wurde uns das Projekt vorgestellt. Danach gab’s ein feines Mittagessen und Networking.

Polnischer Botschafter in Bern

 

 

http://www.extra2style.me/warschau/

Eure
Justi

Vielen Dank an EBPR, Kulczyk Silverstein und die Polnische Botschaft in Bern für den sehr interessanten Anlass. Und das Goodiebag mit polnischem Wodka und Büchernüber Warschau.