Manchmal hat man ja Vorstellungen im Kopf, die sich im Nachhinein nicht unbedingt als zutreffend erweisen. Eine solche Vorstellung ist vielleicht, dass ein klassischer Wintersportort im Sommer ziemlich – sagen wir – öde ist. Aber eben: Solche Vorstellungen lassen sich ja korrigieren – vor allem durch eigene Erfahrungen.

Die Suche nach einem passenden Ort für eine Zwei-Tages-Auszeit führte uns also im Juni nach Flims in das Hotel Waldhaus. Das Waldhaus ist ein klassisches Exemplar eines „Belle Epoque“-Hotels. Schon die äussere Erscheinung lässt Bilder entstehen, in denen man gedanklich 100 Jahre zurückreist. Gut gekleidete Damen und Herren, vornehme Gesellschaften und Bälle – grosses Kino. Natürlich ist die Zeit nicht stehen geblieben. Erwartungen haben sich geändert wie die Gesellschaft insgesamt. Und auch das Waldhaus in Flims bietet natürlich im Inneren alle Annehmlichkeiten, die von einem modernen Fünfstern-Hotel erwartet werden – dies allerdings mit grossem Charme und selektiven Reminiszenzen an die Geschichte.

Die gesamte Anlage besteht aus mehreren Häusern, die oberirdisch und auch unterirdisch verbunden sind. Man kommt also auch dann ohne Probleme und trockenen Fusses z.B. zu den Wellness-Anlagen, wenn es draussen kalt ist und/oder regnet. Wellness ist natürlich überhaupt ein wichtiges Stichwort: Der gesamte Bereich ist sehr grosszügig und bietet Entspannung für jeden Geschmack: Innenpool, Aussenpool, Sprudelliegen, ein Natur-Schwimmteich, „normale“ Sauna, Erdsauna, Dampfbad… ein grosses Angebot also, wo sich die passende Entspannung finden lassen sollte. Selbstverständlich gibt es auch eine breite Auswahl an Behandlungen und Massagen – ob allein oder zu zweit.

Das Angebot an Zimmern und Suiten ist dem Standard entsprechend sehr breit. Angefangen von „normalen“ Zimmern mit und ohne Balkon bis hin zur Präsidenten-Suite mit 250 qm – je nach Geschmack und Zahlungsbereitschaft hat man als Gast eine grosse Auswahl.

Auch das kulinarische Erlebnis kommt nicht zu kurz: Angefangen mit einem vielfältigen Frühstücksbuffet, das auch verschiedene regionale Produkte umfasst, bis hin zu mehreren Optionen für das Nachtessen ist für Abwechslung gesorgt. An den beiden Abenden, die wir im Haus verbracht haben, haben wir einmal thailändisch gegessen, das andere Mal das Grill-Buffet wahrgenommen. Die thailändischen Gerichte machten auf uns einen qualitativ hochwertigen und sehr authentischen Eindruck. Das Grill-Buffet (mit Live-Musik) bot eine Vielzahl an unterschiedlichen Gerichten (Fisch, Fleisch, Gemüse etc.), die frisch zubereitet und von einem Vorspeisen- und Dessert-Buffet abgerundet wurden. Den Abend liessen wir jeweils in einer der Bars ausklingen – auch hier sollte jede(r) fündig werden, ob Cocktail, Whiskey bis hin zur Zigarren-Lounge.

Was ist sonst noch erwähnenswert? Das Waldhaus beherbergt ein Museum mit zahlreichen Hotel-Exponaten der Belle Epoque. Vom Nachttopf über Geschirr und Kronleuchter bis hin zur Registrierkasse gibt es viel Interessantes und z.T. auch Kurioses zu bestaunen. Im Museumsteil lassen sich auch Events organisieren, um stilecht in diese Zeit abzutauchen.

Fahrer von Elektro-Autos finden in der Garage Ladepunkte vor (inkl. Tesla Destination Charger).

Und für die Filmfreunde: Teile des Films „Ewige Jugend“ wurden in den Räumlichkeiten des Waldhauses gedreht.

Wer länger bleibt, kann eine Vielzahl an Attraktionen unterschiedlicher Art in und um Flims wahrnehmen: Rafting, Wandern, E-Biken, Schwimmen im Caumasee – es gibt ein grosses Angebot, dass alle Erwartungen an unterschiedliche Aktivitäts-Levels abdecken dürfte.

Fazit: Ein Wintersportort im Sommer? In einem solchen Hotel und in dieser Umgebung unbedingt!

Text: Michael Grund

Fotos: Justyna Grund

 

 

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