Heute geht es um Fisch aus nachhaltiger Produktion & ein leckeres Mehrgänge-Menü im Restaurant Rigiblick, welches neu von Spitzenköchin Vreni Giger geführt wird. Vreni Giger, die «Grande Dame der Schweizer Bio-Küche» (Gault Millau Schweiz 2016) kennt ihr vielleicht aus TV-Sendungen oder vom St. Galler «Jägerhof» (17 Gault Millau Punkte).

Es gibt inzwischen ja immer mehr sogennante „Flexitarier“, wozu auch ich mich zähle. Flexitarier ist grob gesagt eine Person, die wenig Fleisch und Fisch ist, dafür aber bewusst und idealerweise in Bio-Qualität (-> hier gibt’s eine detailliertere Erklärung). Ich würde mich allerdings nie als Teilzeit-Vegi bezeichnen, weil das total absurd ist, auch wenn es bei mir auf viele Fleischsorten zutrifft, dass ich sie aus ethischen Gründen nicht esse.

Nun denken viele: Wenn ich kein Fleisch esse, dann kann ich ja Fisch essen. Leider wird dabei nicht berücksichtigt, dass auch beim Fischfang oft Delfine oder andere Tiere in die Netze geraten. Deshalb ist es auch hier wichtig, dass man versucht, nachhaltigen Fisch zu kaufen. Natürlich funktioniert das nicht immer, aber es ist schon ein Anfang, wenn man sich dessen bewusst wird, was auf den Teller kommt. Mit der Zeit entwickelt sich dieses Bewusstsein immer mehr, so wie es bei mir der Fall ist. Was gar nichts bringt, sind Moralapostel, die den Menschen Fleisch und Fisch vermiesen wollen. Viel besser ist es doch, wenn man Alternativen aufzeigt und sagt, wie man die Welt mit kleinen Veränderungen etwas besser machen kann und dazu sich auch gesünder ernähren kann. Radikale Veränderungen sind selten gut. Schritt für Schritt mehr Ethik in sein Leben zu bringen, ist so viel besser und fühlt sich auch gut an.

Etwas die Welt verbessern kann man zum Beispiel, wenn man regionalen Schweizer Fisch isst, der nachhaltig produziert wird und kurze Transportwege hat. Das trifft auf den Fisch von „La Perche Loë“ zu, über den ich beim Dinner viel erfahren habe.

«Die Qualität unserer Produkte hat nichts mit Zufall zu tun. Sie ist das Resultat jahrelanger Anstrengungen in der Produktion und bei der Entwicklung unserer Produkte. Im Zentrum unseres Handelns steht stets der Respekt gegenüber der Würde des Tiers und der Umwelt und die Einhaltung strengster Qualitätskriterien.»
David Morard, Direktor Valperca AG

Dies sagte David Morard, der sich in den letzten Jahren ein unglaubliches Know-how im Bereich Nachhaltigkeit & Ethik in der Fischerei angeeignet hat. Weiter sagt er:

LA PERCHE LOË steht für die einzigen Egli, welche – vom Laich bis zum Filet – zu 100% aus der Schweiz stammen. Sie wachsen ohne jegliche Medikamente und Antibiotika bei der Firma Valperca in Raron im Wallis im klaren und sauberen Bergwasser aus dem Lötschbergmassiv heran. Gerade die Wasserqualität ist eine der Grundvoraussetzungen für ein hervorragendes Produkt. Die zarten, festen Egli LA PERCHE LOË können sogar roh genossen werden.

Genau das haben wir auch gemacht und mit einem feinen Apéro den Abend gestartet: Es gab

  • Geräuchertes Eglifilet mit Rösti
  • Eglitartar mit Gurke
  • Egliknusperli mit kandierter Olive

Foto: Walery Osowieky

Foto: Walery Osowieky

Nach dem Vortrag und dem Apero, haben wir es uns am schön gedeckten Tisch auf der Terrasse bequem gemacht und liessen uns von Vreni Giger kulinarisch verführen. Wir waren ein lustiges Grüppchen, unter anderem war Rita von „Die Angelones“ und Nancy von „Cookies Secrets“ mit Begleitung dabei. Später kam auch noch mein sympathischer Arbeitskollege Dimitri mit seiner Frau Mamiko. Sie sind beide Blogger und haben den bekannten Blog Newly Swissed, wobei es bei der Autorenschaft fast schon ein Online Magazin ist. Ich wurde von meiner bezaubernden Tochter begleitet, mit der ich gemeinsam Zeit verbringen wollte, ihr aber auch die Nachhaltigkeit so näher bringen wollte. Wir hatten einen wunderbar lustigen Abend, den ich sehr gerne in meiner Erinnerung behalten werde.

«Die Egli aus Raron sind nicht nur punkto Geschmack und Qualität vorzüglich, sie entsprechen auch meiner Philosophie bezüglich der regionalen Herkunft und verantwortungsvollen Erzeugung eines Produkts.
Vreni Giger, Gastgeberin Sorell Hotel Rigiblick

Hier folgt das weitere Menu

  • Amuse-Bouce: Ofenzwiebeln mit Eglifilet im Speckmantel
  • Vorspeise: Eglifilet im Randenceviche mit Sauerrahm und Randenkroepoek
  • Hauptgang: Eglifilet auf der Haut gebraten mit Erbsli und Rollgerste (die Erbsli wurden alle geschält!)
  • Dessert: Geliertes Holunderblütensüppchen mit Beeren und Knusper.
  • Räuschling: Erich Meier, Uetikon am Zürichsee
  • Sélection Würenlingen: Pinot blanv, Kerner, Müller Thurgau
  • Humagne Rouge: Chanton Weine, Visp

Egliknusperli mit kandierter Olive (oben), Eglitartar mit Gurke

Ofenzwiebel mit Eglifilet im Speckmantel

Eglifilet im Randenceviche mit Sauerrahm und Randenkroepoek

Eglifilet auf der Haut gebraten mit Erbsli und Rollgerste

Geliertes Holunderblütensüppchen mit Beeren und Knusper

Goodiebag

-> Rezepte

-> Demnächst soll auch ein Webshop mit den Produken online gehen

Vielen Dank an Pascal Krauthammer von Agentur furrerhugi, David Morard, Vreni Giger natürlich alle mit Team. Es war köstlich, lustig und einzigartg. Und Kompliment an den Ober, der mich immer mit meinem Namen angesprochen hat 😉

Eure
Justi