Das wahrscheinlich beste Wasser der Welt

Was vermisst ihr am meisten, wenn ihr im Ausland seid? Das Wetter? Wahrscheinlich weniger. Die Pünktlichkeit? Nun ja, in den Ferien kann man die Zeit auch vergessen. Oder dass man das Wasser nicht aus dem Wasserhahn trinken kann? Macht Sinn und trifft zumindest auf mich zu. Wenn ich im Ausland bin, muss man zuerst mal einen Laden finden, wo Wasser verkauft wird, dies dann ins Hotel schleppen etc. Ganz schön mühsam, vor allem für meinen Mann, der sich meist darum kümmert.

Zu Hause drehe ich einfach den Wasserhahn auf und trinke, so viel und so oft ich will. Und das Zürcher Wasser ist auch köstlich, wenn man das so sagen kann. „Mein“ Trinkwasser muss also weder im Laden gekauft noch nach Hause gebracht werden. Ich selbst bin kein grosser Sprudelwasser-Fan, im Gegensatz zu meiner Tochter und meinem Mann. Und da ist der Platz, der Einkauf, das Plastik doch ein Thema. Ich hatte mir schon selbst überlegt, wieder einen Sodastream anzuschaffen. Wir hatten vor vielen Jahren schon einen, ich hatte mich gar nicht mehr daran erinnert. Aber damals wurde der nicht wirklich genutzt. Meine Gedanken kreisten also um das Gerät, als eine Einladung von Sodastream kam.

Event im Seewasserwerk Moos

Das Event fand im Wasserwerk Zürich statt. Hier gab es eine sehr spannende Führung, und wir erfuhren so einiges darüber, wie Wasser in Zürich aufbereitet wird. Gut zu wissen, dass das Wasser nach der Verarbeitung frei von Pestiziden ist. Aber auch, dass am kalten Wasser nicht gespart werden muss. Das war nämlich meine Frage. Ich weiss, dass in Berlin die Menschen so sehr angefangen haben Wasser zu sparen, dass man dort die Kanalisationen mit sauberem Wasser spülen musste. Was aber zutrifft, ist, dass man beim warmen Wasser sparen sollte, da dies Energie verbraucht.

Interessant ist auch die Zusammensetzung des Wassers: 70% des Zürcher Trinkwasser kommen aus dem See und wird mit je 15% sind Grund- & Quellwasser aus dem Sihl- und Lorzetal ergänzt. Dieses Wasser mit Top-Qualität ist auch sehr günstig: 1 Liter kostet nur 0.2 Rappen, was Kosten von ca. 400CHF pro Jahr für eine 4-Köpfige Familie verursacht.

Wenn man sich vorstellt, dass die Schweizer Bevölkerung das Mineralwasser durch Leitungswasser ersetzen würde, könnten 333’000 Liter Erdöl pro TAG eingespart werden, dies alleine durch den Wegfall von Verpackungsproduktion und Transport, dann fragt man sich schon: Weshalb macht man es nicht einfach? Wofür all diese Verschwendung? Wenn es keine Kunden gibt, muss auch etwas nicht produziert werden – somit liegt es in der Hand der Kunden, hier umzudenken und auf Plastik zu verzichten. Immerhin werden in der Schweiz 905 Millionen Liter in Flaschen abgefülltes Markenwasser konsumiert – und wir geben dafür 250Mio Franken aus.

-> Leitungswasser weist eine bis zu 1000-mal bessere Ökobilanz aus als Wasser aus der Flasche (BAFU)

Foto: Oskar Moyano: Contcept Team mit Fitness-Modell und Sodastream Botschafterin Anja Zeidler (2vr)

Foto: Oskar Moyano

Sodastream als Alternative zum Mineralwasser?

Doch, die Zeit ist da, dass man auf Alternativen setzt. Ich habe den Sodastream zum testen erhalten und habe sogar selbst angefangen, Sprudelwasser zu trinken. Wichtig ist hier zu erwähnen, dass man selbst bestimmen kann, wie sehr das Wasser aufgesprudelt wird. Zu viel mag ich überhaupt nicht – aber so ein bisschen ist schon eine Abwechslung. So, wie es auch die Sirups sind, die ich ebenfalls testen darf.

Sprudelwasser mit Rhabarbersirup schmeckt jetzt echt klasse – Wasser und Sirup können auch mit Alkohol gemixt werden, und es gibt dann tolle Cocktails. Ja, die Abwechslung ist definitiv mit dem Sodastream bei uns eingezogen. Wir haben sonst auch ausser Mineralwasser keine Süssgetränke gekauft. Die Kinder finden es natürlich auch sehr cool, wenn sie sich ihre eigenen Getränke selbst mixen können. Wir haben ihnen auch beigebracht, wie sie die Flaschen wieder auffüllen können, damit der „Vorrat“ immer vorhanden ist. Sogar 1.-Klässler können hier schon Verantwortung übernehmen.

Zu Hause haben wir drei Glaskaraffen, das Wasser beziehen wir direkt über den Kühlschrank (ein Food Center mit Wasseranschluss), da dieses Wasser schon gekühlt ist. Dann stellt man die Flasche in den Sodastream und drückt ein oder zwei Mal auf dem Knopf auf dem Gerät. Schon ist das Mineralwasser fertig. Möchte man Sirup dazu haben, dreht man die Flasche etwas, damit sich dieser auflöst. Was man nicht tun sollte, ist die Flasche zu schütteln (logo) oder zusammen mit dem Sirup aufsprudeln, weil sonst das Sirup am Sprudelteil des Sodastream klebt.

An den Wochenenden ist bei uns zu Hause Hochbetrieb beim Sodastream, schliesslich soll man ja täglich 2-3 Liter Wasser trinken. Deshalb wäre für eine Familie eher ein Sodastream für 1L Flaschen effizienter, da kann zB jeder seine Flasche haben. Optisch sind natürlich die 0.61L Glaskaraffen hübscher, aber machen entsprechend auch mehr Arbeit.

Ach ja: Leere CO2-Zylinder kann man ganz easy gegen volle austauschen. Wir haben das z.B. bei Coop Bau&Hobby gemacht, eine Gasfüllung kostet dort ca. 17 CHF.

-> es gibt 20 unterschiedliche Mixes (auch zuckerfreie), so wird es nie langweillig

-> gesprudeltesTrinkwasser verursacht 90% weniger Treibhausgase als gekauftes Mineralwasser in PET-Flaschen. Zudem wird 90% weniger Energie gebraucht

-> Sodastream ist bei Coop grad in Aktion (hier zB Crystal Titan für 139.- statt 179.-)

Sodastream Crystal mit Glaskaraffe

Impressionen Besichtigung Wasserwerk, Präsi zum Thema Sodastream & Zürcher Wasser

Foto: Oskar Moyano

Foto: Oskar Moyano

Die Geschichte einer alten Dame & der Einkaufstüte

Zum Schluss möchte ich euch noch diese schöne Geschichte zeigen, die uns alle nachdenklich machen sollte. Ich musste weinen, als ich das gelesen habe, bin da ja sehr nah am Wasser gebaut.

Beim Bezahlen an der Kasse im Supermarkt schlägt die Kassiererin der vor mir bezahlenden alten Dame vor, sie möge doch beim nächsten Einkauf ihre Einkaufstasche mitbringen, denn Plastiktüten seien schlecht für die Umwelt.
„Da haben Sie Recht“ entschuldigt sich die alte Dame „doch leider war ich in Eile und habe meine Einkaufstasche entgegen meiner Gewohnheit zu Hause vergessen“. Die junge Frau erwidert:
„Ja wissen sie, unser Problem ist nämlich, dass Ihre Generation sich keine Gedanken darüber gemacht hat, in welch schlechtem Zustand sie die Umwelt uns und den zukünftigen Generationen hinterlässt. Umweltschutz ist sicherlich ein Fremdwort für Sie“.

„Das stimmt. Unsere Generation kannte keinen Umweltschutz – war auch gar nicht nötig, denn Sprudel- und Bierflaschen gaben wir an den Laden zurück in dem wir sie gekauft hatten. Von dort gingen sie an den Hersteller, der die Flaschen wusch, sterilisierte und auffüllte, so dass jede Flasche unzählige Male benutzt wurde. Die Milch holten wir beim Milchhändler in unserer eigenen Milchkanne ab. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Für unsere Gemüseeinkäufe benutzten wir Einkaufsnetze, für den Resteinkauf unsere Einkaufstaschen. Vergaßen wir sie, so packte uns der Händler den Einkauf in braune Papiertüten, die wir zu Hause für viele Zwecke weiter verwendeten, z.B. zum Einpacken der Schulbücher, die uns von der Schule unter der Auflage, dass wir sie gut behandeln, kostenlos zur Verfügung gestellt wurden. Nach Beendigung des Schuljahres wurden sie wieder eingesammelt und in gutem Zustand an den nachfolgenden Jahrgang weiter gereicht. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Wir stiegen Treppen hoch, denn Aufzüge oder Rolltreppen gab es nicht so wie heute in jedem Kaufhaus oder Bürogebäude. Wir gingen zu Fuß die paar Schritte zum nächsten Lebensmittelgeschäft und benutzten dazu keinen 300 PS starken Geländewagen. Sie haben Recht, Umweltschutz kannten wir nicht.

Damals wuschen wir die Babywindeln, weil es keine Einwegwindeln gab. Wir trockneten die Wäsche nicht in einem Strom fressenden Trockner, sondern mit Wind- und Solarenergie auf der Wäscheleine aus Hanf. Die Kleidung der Kinder ging stets an die jüngeren Geschwister, denn immer neue Kinderkleidung konnten wir uns nicht leisten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Im Haus hatten wir ein einziges Radio und später einen kleinen Fernseher mit einem Bildschirm in Taschentuchgröße. In der Küche gab es keine elektrischen Maschinen. Alles wurde von Hand geschnitten, geraspelt, geschält. Als Polstermaterial für Päckchen oder Pakete benutzten wir alte Zeitungen, kein Styropor oder Plastikblasen. Der Rasenmäher wurde mit der Hand geschoben, machte keinen Krach und keinen Gestank. Das war unser Fitnesstraining, weshalb wir keine Fitnessstudios mit elektrischen Laufbändern und anderem Energie fressenden Unsinn benötigten. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

Das Wasser tranken wir aus der Leitung und benötigten dazu keine Plastiktasse oder Plastikflasche. Unsere leeren Schreibfüller wurden wieder mit Tinte gefüllt, anstatt neue zu kaufen. Papier wurde beidseitig beschrieben. Stumpfe Rasierklingen wurden ersetzt, und nicht gleich ein neuer Rasierapparat gekauft. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.
Damals fuhren unsere Kinder mit dem Bus, der Straßenbahn, dem Fahrrad oder gingen zu Fuß zur Schule. Einen 24-stündigen Taxiservice der Mutter mit dem 50.000 EUR teuerem Auto gab es nicht. Aber Umweltschutz kannten wir nicht.

In jedem Zimmer gab es eine Steckdose und keine Steckdosenleisten für unzählige Stromfresser, und wir benötigten auch kein von einem 35.000 Kilometer entfernten Satelliten gesteuertes System, um die nächste Imbissbude zu finden. Jedoch Umweltschutz kannten wir nicht.
Aber bedenken Sie:
Es ist traurig, wenn die junge Generation sich darüber beklagt, wie verschwenderisch wir Alten gelebt haben, nur weil wir keinen Umweltschutz kannten? Glaubt sie wirklich, wir Alten benötigen eine Belehrung von euch Grünschnäbeln? Und dann auch von einem Mädchen,das mir noch nicht einmal das Wechselgeld heraus geben kann, ohne die elektronische Kasse zu befragen.
Schönen Tag noch….“ -> Originalpost zum teilen

Schlusswort

Diese Geschichte zeigt, wie wichtig die Umwelt ist. Ich möchte nicht, dass sie vor die Hunde geht und wir den nächsten Generationen einen Scherbenhaufen überlassen. Jeder kann etwas tun, um die Welt etwas besser zu machen. Angefangen damit, keine Plastiktaschen beim Einkauf zu nehmen und auf Plastikflaschen zu verzichten, regionale Bio-Produkte zu kaufen oder Fastfashion die rote Karte zeigen. Wir sollten wieder mehr nach „Back to the roots“ leben, wie mein Kollege Michel das sagt. Deshalb war dieser Post für mich eine Herzensangelegenheit.

Meine Masterarbeit (2017) hatte ich übrigens zu dem Thema Upcycling, Nachhaltigkeit & damit verbundene Jobs in Schwellenländern geschrieben. Gerne möchte ich daraus noch ein Buch machen, welches jedem zur Verfügung stehen soll.

Eure
Justi

Vielen Dank an Contcept Communication, Sodastream und das Wasserwerk Moos für die tolle Einladung, das Gerät sowie die Führung.

Weitere Beiträge

-> http://www.bestyears.ch/tag/sodastream/

-> https://chic-in-zurich.ch/blog/streetstyle/anja-zeidler

Pimp my Trinkwasser: Mein Sommerstart mit Sodastream