Fliegen mit Höhenangst? Ja - das geht!

Wieso nicht Mal anstatt Blumen oder Pralinés das nächste Mal ein Erlebnis verschenken? Schon auf der Startseite von Mydays.ch springen einem tausend tolle Ideen entgegen, was man alles entdecken kann. Wenn man sich durch das riesige Angebot klickt, möchte man am liebsten alles selber testen und erleben.

Zum guten Glück gibts da auch gleich schon eine Suchhilfe. Erlebnisse kann man nach Ort, Budget oder Zielgruppe sortieren. Da ich mit meinem Ereignis gleich ein Tagesausflug verknüpfen wollte, hab‘ ich das Ortfeld rigoros ignoriert. Auch Geschlecht hab ich nicht angegeben. Paragliding wird bei Frauen nämlich nicht vorgeschlagen. Wer schon weiss, in welche Richtung sein Geschenk/Erlebnis gehen soll, kann sich auch direkt in der gewünschten Erlebniskategorie umsehen. Insgesamt gibt es sieben solcher Erlebniskategorien, welche vom Dinner über Motorsport, Wellness bis hin zu Wind und Wasser reichen. Da ist also bestimmt für jeden etwas dabei.

Meine Neugier hat mich dann zum Paragliding im Jura verleitet. Ein 10-minütiger Gleitschirm-Tandemflug klang für mich sehr verlockend. Zumal ich dachte, 10 Minuten ist ein Zeitlimit dass ich als geborener Angsthase doch noch überwinden kann. Ausrüstung brauchte ich lediglich ein paar feste flache Schuhe und eine winddichte Jacke. Das gewünschte Erlebnis kann man dann gleich in den Warenkorb legen und die gewünschte Verpackung wählen. Zum Verschenken eignet sich die hochwertige Geschenkbox. Da ich aber den Gutschein selber einlösen wollte, hab ich mich für den Gutschein per E-Mail zum Selbstausdrucken entschieden.

Nach Abschluss des Bestellvorgangs hab ich den Gutschein sogleich erhalten. Das gute daran: Ist man sich nicht sicher, ob dem Beschenkten das Ereignis überhaupt gefällt, der Gutschein lässt sich auch in ein anderes Ereignis umwandeln. Und er ist 5 Jahre gültig. Den Gutschein einlösen ist dann kinderleicht. Auf der Startseite von mydays.ch findet man den entsprechenden Link dazu, und der Rest ist selbsterklärend.

Hat man den Gutschein eingelöst, muss man sich dann jedoch selber mit dem Veranstalter in Verbindung setzen. In meinem Fall benötigte ich etwa 5 Mails und 3 Anrufe bis ich den Termin fix hatte, und wusste wohin ich soll. Für sFr. 20.- zusätzlich wurde ich dafür dann vom Veranstalter am Bahnhof abgeholt und am Schluss wieder dorthin chauffiert.

Je näher der Termin rückte, umso nervöser wurde ich. Fred, der Tandempilot, holte mich pünktlich ab. Zusammen mit zwei weiteren Paragleitern fuhren wir dann los. Als das Auto dann inmitten einer kleinen Strasse an einer Wiese anhielt wusste ich, jetzt wird’s ernst. Meine Kamera durfte ich zum Fliegen mitnehmen.

Dann bekam ich einen riesegen Rucksack angelegt und wir marschierten zu Fuss einige Meter bis zu unserem Startpunkt. Dort packte Fred den Schirm und alles was es braucht aus und legte mir das Gstältli um. Die Einführung war kurz und effizient. Sobald wir loslegen einfach nicht mehr denken und die Anleitungen von Fred ausführen.

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Paragliding

Noch schnell die Beförderungsbedingungen unterschreiben. Und die haben es in sich. Da schluckte ich schon noch einmal leer. Das Wort Tod ist darin nämlich fester Bestandteil. Und auf Nachfrage, ob so ein Flug in der Regel problemlos verläuft meinte Fred nur: „Eine 100% Garantie kann ich dir nicht geben.“ – Ok, einmal tief durchschnaufen. Ich will ja endlich fliegen, und Was-Wäre-Wenn-Gedanken sind da nicht förderlich. Nun steh‘ ich vor Fred bereit zum losrennen. Da fällt mir ein, ich hab mein Gewicht ja nie preisgegeben. Hält das Gestältchen mich überhaupt? Fred beruhigt mich: „Darin transportiere ich Personen, die auch mal 120kg wiegen. Das war dann die letzte Frage.“

Startbahn

Beim nächsten Windstoss ging’s los. Ein paar wenige Schritte und wir waren in der Luft. In der Höhe hab ich dann alle Sorgen vergessen und mich mal so umgeschaut, mit der Kamera das ein oder andere Foto geschossen. Fred flog souverän, so dass nie Zweifel an seinem Können aufkamen. Auch bei kleinen Turbulenzen, mir ist das Herz in die Hose gerutscht, blieb er ruhig und sagte ganz cool: „Hätte es keine Thermik, könnten wir nicht so hoch steigen, Turbulenzen gehören dazu, das ist ganz normal.“ Ok, mir blieb sowieso keine andere Wahl als ihm zu glauben. Ausserdem bringt ein Panikausbruch in dieser Höhe sowieso niemanden was. Der zehnminütige Flug fühlte sich dann wie eine Ewigkeit an. Fred erkundigte sich immer wieder nach meinem Wohlergehen in luftiger Höhe, und speziell nach dem Magen. Mit meinem Magen war alles in Ordnung. Und mir gings eigentlich ganz wunderbar.

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Als ich wieder festen Boden unter den Füssen hatte, war ich froh, diese Erfahrung gemacht zu haben. Es war nämlich schon toll.

(Selfie nach der Landung, kann es immernoch nicht fassen dass ich das geschafft hab P.S. Ich hab eigentlich Höhenangst.)

Wer etwas weniger auf Adrenalinkicks und mehr auf Erholung steht, der kann auf mydays.ch auch einfach eine Massage verschenken. Die bräuchte ich nach diesem Tag nämlich auch 😉

Fotos: Anja Wurm


About Anja Wurm – Fotografin

Anja WurmIch liebe und lebe meinen Beruf als selbständige Fotografin. Aufgewachsen bin ich in und um Zürich, lebe, wohne und arbeite aber mittlerweile in der wunderschönen Stadt Luzern. (Ein bisschen Zürichheimweh, bleibt natürlich immer). Ausserdem mag ich Elfen, Feen und Einhörner und sowieso überhaupt alles was glitzert.

Homepage: http://www.anjawurm.ch / Blog: http://anjawurm.tumblr.com

 


Das Erlebnis habe ich von mydays bekommen und uns dabei wurde überlassen, wie wir darüber berichten möchten. Somit hat die liebe Anja diesen Gastbeitrag verfasst und diese wunderschönen Bilder gemacht.
-> das beschriebene Angebot findet ihr hier

Als ich gelesen habe, dass sie Höhenangst hat, war ich überwältig von ihrem Mut. Anja: WELL DONE!

Über die tolle Arbeit von Anja sind noch zwei weitere Posts geplant. Ihr dürft gespannt sein. Ich war so begeistert von einer Fotoarbeit, dass ich doch auch gleich mit ihr etwas realisieren wollte.
Hier eine kleine Vorschau:

Euch ein schönes Wochenende
Justi