Gastbeitrag von Matthias Meyer  – Leiter Unternehmenskommunikation Google Schweiz
-> deshalb das +1 im Titel 🙂


Als grosser Festivalfan hat es mich natürlich besonders gefreut, dass ich dieses Jahr zum ersten Mal ans Paléo Festival in Nyon gehen durfte. Seit Jahren habe ich die Geschichten gehört: Die Vielzahl an Künstlern, die relaxte Stimmung und das kulinarische Angebot aus aller Welt. Leider hatte ich es bisher nie ans Paléo Festival geschafft. Meist lag es daran, dass die Tickets innert einigen Minuten ausverkauft waren.

Weite, viele Leute, viel Sonne, Freitheit - Paleo Festival

Weite, viele Leute, viel Sonne, Freiheit – Paleo Festival

Und ja: Das Festival ist ja riesig! Absolut überwältigend ist der Weitblick vom Festivalgelände über den Genfersee auf die französischen Alpen. So richtig zum Durchatmen war es dort, auf dieser grossen Fläche. Nicht so wie, man das von anderen Festivals kennt, bei denen irgendwie immer ein Berg im Weg ist. Am Paléo gibt es Weite für alle und in der diesjährigen Version noch viel Sonne.

Bei Nacht, noch mehr Leute und viel Farben (Foto: Paelo Press Seite / Johnny Hallyday)

Bei Nacht, noch mehr Leute und viel Farben (Foto: Paleo Press Seite / Johnny Hallyday)

Das Gelände ist äusserst abwechslungsreich gestaltet. Für einen Spaziergang über das ganze Areal gehen locker 2 Stunden drauf. Besonders gefallen hat es mir im “Village du Monde”, das mich mit seinem diesjährigen Motto “Extreme Orient” irgendwie an Backpacking Reisen erinnerte.

Village du monde - Motto 2015: Extreme Orient

Village du monde – Motto 2015: Extreme Orient

Dort fluten am Abend orange-rote Sonnenstrahlen die Zirkuszeltbühne, und da wusste ich, dass ich an einem Ort bin, an den ich immer wieder gerne zurückgehen werde. Das Village du Monde hat eine Bühne, auf der Bands aus Ländern auftreten, deren Musik man so nicht aus dem Radio kennt.

Abendsonne scheint in die Zirkus-Zelt-Bühne des Village du monde

Abendsonne scheint in die Zirkus-Zelt-Bühne des Village du monde

Wie beispielsweise AM444. Eine chinesische Sängerin, die ihre klare Stimme über dumpfe Elektrobeats legt. Soulful electronic music auf Mandarin und Chinese, wie es auf der Homepage heisst. Für mich war sie eine der grossen Neuentdeckungen des Sommers.

AM444 in Actionn (Bild: Paelo Press Seite)

AM444 in Actionn (Bild: Paléo Press Seite)

Das Paléo Festival ist ein Schlaraffenland. Ich verbrachte meine drei Tage primär damit, verschiedenste Speisen aus der ganzen Welt zu probieren: Spicy Thai, Fish and Chips Australian way, Moules & Frites, argentinisches Parillada (BBQ), Peruanische Fusion Küche, kreolische Spezialitäten, Panini à gogo. Vom Hot Dog bis zur Gänseleber findet man am Paléo Festival alles. Den französischen Einfluss sieht man überall, nicht zuletzt am Champagnerstand oder beim einem der vielen Weintastings. Selbstverständlich gab es auch Schweizer Spezialitäten – und so konnte ich mir ein Raclette mit Pomme de Terre nicht verkneifen. Das Festival ist eine wahre Gaumenfreude, und es lohnt sich schon alleine des Essens wegen hierher zu kommen.

Moules et Frites comme en France

Moules et Frites comme en France

Aber ja, eigentlich geht es ja um die Musik! Am ersten Abend war Robbie Williams auf der Bühne. Ich hatte ihn schon früher gesehen, damals war er jung und wild.
Die gute Nachricht: er wird immer besser. Ich würde sogar sagen, Robbie Williams ist heute die grösste Partyband ever. Mit viel Selbstironie nahm er sich und das Publikum auf die Schippe, manchmal gab er sich als Freddy Mercury, dann Frank Sinatra. Bei „She’s the one“ oder „Angels“ durfte man auch das obligate Tränchen verdrücken – hach, schön war’s.

Robbie Williams on fire (Bild: Paelo Press Seite)

Robbie Williams on fire (Bild: Paleo Press Seite)

Kings of Leon gaben am zweiten Tag ihren Fans, was sie wollten. Die Show war nicht so mein Fall, also verkroch ich mich diesmal unter die Archen und lauschte Coeur de Pirate und Madeon, was viel Bewegung und Spass brachte. Nach zwei wunderbaren Hitzewellen-Tagen kam am 3. Tag die grosse Ernüchterung: Regen. Aber so ein bisschen Wasser hält einen richtigen Festivalgänger nicht auf. Das dachten wohl auch die Fans von Passenger. Als das absolut grossartige Konzert fertig und der Star schon längst die Bühne verlassen hatte, blieben sie im Regen stehen und sangen weiter. Passenger entschädigte meines Erachtens dann auch für das Sting Konzert. Sting spuhlte sein Programm solide ab, aber wer ihn vorher schon gesehen hatte, erlebte hier nicht viel Neues.

In der Nacht verwandelte sich das Paléo Festival in ein fluoreszierendes Farbenmeer. Überall leuchten grelle Farben. In einem Theater spielen sie sogar die Hauptrolle. Neben der Zeltbühne züngeln Feuerbowlen auf grossen Säulen, Fackeln leuchten im Abendwind. Und dann hören wir Angus & Julia Stone. Passt. Nächstes Jahr gehe ich sicher wieder hin!

Theaterspiel mit Farben

Theaterspiel mit Farben

Fackeln im Wind...

Fackeln im Wind…

...magisch.

…magisch.

Bildschirmfoto 2015-10-05 um 19.36.05

  • All meine Bilder findet Ihr in meinem Google Photos Album
  • Alle Pressfotos und offiziellen Videos gibt es auf der Homepage des Festivals

Matthias MeyerMatthias Meyer leitet die Unternehmenskommunikation von Google Schweiz, liebt Technologie und spricht gerne darüber. Privat geht er gerne an Konzerte oder ins Kino und versucht so viel wie möglich von der Welt zu sehen.
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Ich hatte Matthias noch gefragt, wie er die Giff-Bilder gemacht hat. Seine Antwort:

„Wenn Du Google Photos nutzt und ein Objekt mehrmals fotografierst, kreiert die APP von selbst ein GIF/Animation daraus.“
Sehr cool sage ich da und werde es sicher testen 🙂


Danke
Vielen Dank an das Paléo Festival und insbesondere an Michèle für diese Möglichkeit!