Microsoft Surface Book - wenn das klassische Notebook überflüssig wird

Als wir von Microsoft Schweiz das Angebot bekamen, das Surface Book zu testen, waren wir auf jeden Fall neugierig – und nahmen das Angebot gerne an. Mit der Zeit sammeln sich ja so einige Geräte in einem Haushalt an, und das Surface Book ja vom Konzept her das Potenzial, hier mehr als ein Gerät zu ersetzen.

Wie in einem früheren Beitrag schon einmal erwähnt, ist es mit den klaren Gerätekategorien heute irgendwie vorbei: Manche Telefone nähern sich als „Phablet“ in der Grösse einem Tablet an, Notebooks bekommen Touchscreens, zu den Tablets gibt es brauchbare Hardware-Tastaturen im Zubehör, die sie fast zu Notebooks machen usw. Und dann gibt es noch die Geräte, die von vornherein eigentlich gleich beides sind. Was Microsoft mit dem Surface erfolgreich begonnen hat, wurde vor einigen Monaten ja nun mit dem Surface Book fortgesetzt: Die Verschmelzung von Tablet und Notebook, so dass man sich gar nicht mehr entscheiden muss, was man schlussendlich kauft.

Foto: Microsoft

Foto: Microsoft

Das Testgerät war dann ein richtiges Kraftpaket: i7 Prozessor, 8 GB RAM, 512 GB SSD – da bleiben keine Wünsche offen. In einer solchen Konfiguration ist das Surface allen Herausforderungen des Arbeitsalltags wie auch des Privatlebens gewachsen (vom Hardcore-Gaming vielleicht einmal abgesehen).

Warum noch „klassische“ Notebooks?

Was auffällig ist: Wenn man länger mit dem Surface Book gearbeitet hat, dann kommen einem „klassische“ Notebooks bald ziemlich alt vor. Vor allem ist es mir immer häufiger passiert, dass ich sowohl bei meinem Geschäfts-Notebook wie auch bei meinem privaten Notebook auf den Screen getippt habe oder auf dem Screen „wischen“ wollte, was dort natürlich nicht ging, da beide nicht über einen Touchscreen verfügen. Wie gesagt, inzwischen wirkt so etwas auf mich relativ old-school…

Surface Book als Kreativ-Tool

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Der Touchscreen lädt zusammen mit dem Surface-Sift natürlich auch dazu ein, den gestalterischem Künsten oder dem Zeichentalent freien Lauf zu lassen. Davon abgesehen, dass das auf einem klassischen Notebook so (ohne Zusatz-Hardware) gar nicht möglich wäre, ist auch die Software bei solchen Aktivitäten sehr hilfreich. Ich muss gestehen, dass Malen/Zeichnen jetzt nicht gerade meine Stärken sind, aber die vielen Optionen machen es auch für Nicht-Picassos sehr einfach, etwas Brauchbares zu schaffen. Ob Bleistift oder Ölfarbe, ob Stift oder Finger, alles funktioniert ziemlich intuitiv und nach kurzer Übung mit recht guten Ergebnissen. Interessant fand ich, dass man z.B. die Farbe auch virtuell trocknen lassen kann, wenn man nicht möchte, dass sie sich mit neuen Farbschichten vermischt.

Ein paar Worte zu OneNote

Im Software-Kontext ist auch OneNote zu erwähnen: Mir ging es früher oft so, dass ich z.B. bei Terminen doch immer noch einen Block mitgenommen habe, weil es irgendwie schwierig/umständlich war, eine Skizze oder eine Tabelle zu erstellen und sie in die Notizen zu integrieren. Mit OneNote ist das vorbei: Ob Schreiben mit der Tastatur, eine Skizze mit dem Surface Stift oder ganz einfach auch Handschrift. Alles kann erfasst werden und steht plattformübergreifend zur Verfügung. BTW: Beim Schreiben habe ich die Tastatur als sehr angenehm empfunden – auch bei längeren Texten (wobei das natürlich auch ein Stück weit Geschmacksache ist).

Apps zum Zeichen:
Freshpaint, plumpago, lazypaint

Foto: Microsoft

Crystal Renn, Monika Staubli (Microsoft), Justyna Grund

Fazit

Alles in allem haben wir das Surface Book nach der Testphase etwas wehmütig zurückgeschickt. Auch meine Frau hat es begeistert genutzt, da es gut in viele Handtaschen passt und aufgrund des Gewichts auch noch recht leicht zu transportieren ist (und dazu konnte sie noch shoppen gehen, ohne Nackenschmerzen vom schweren Laptop zu bekommen). Für uns beide war es ein sehr angenehmer Begleiter – und es hat das Potenzial mit Notebook und Tablet gleich zwei Geräte zu ersetzen. Ein klassisches Notebook – und erst recht ein Desktop-PC – sind damit verzichtbar, und das Tablet könnte man damit auch gleich ersetzen. Somit für uns ein heisser Favorit bei der nächsten Neuanschaffung.

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-> zum Post „Microsoft Surface Book Event“

 


*kein sponsored Post, das Surface Book wurde für ein paar Wochen zum Testen zur Verfügung gestellt und von uns im Anschluss wieder zurückgeschickt.