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Letztes Jahr im April wurde ich von Gala angefragt, ob ich im Blogger Corner erscheinen möchte. Wenn ich Interesse hätte, müssten sie ein Profil- und ein Ganzkörperbild von mir haben, am besten ein Streetstyle-Foto. Ich sass da und grinste meinen Laptop an. Gute Fotos von mir hatte ich eigentlich nicht. Ich fahre mehr so auf der Schnappschuss-Linie oder bin auf Gruppenfotos von Events drauf. Aber ein Bild mit mir alleine drauf – nee, das hatte ich nicht.

Hm, ich musste nachdenken, was man da tun kann. Als erstes kam mir meine Kollegin Anja Wurm, eine tolle Fotografin, in den Sinn. Gedacht … gefragt … und sie war dabei. Hurra!
Nun war aber die Frage offen, wo das Fotoshooting stattfinden könnte. Wir hatten nämlich ein Problemchen. Die Fotos mussten schnell her, und wir hatten nur den 1. Mai, der gepasst hat. Erster Mai in Zürich – das ist doch Tag der Zerstörung in der Stadt…eh sorry, der arbeitsfreie „Tag der Arbeit“. Diejenigen, die nicht auf Tränengas stehen, bleiben an diesem Tag üblicherweise auf dem Sofa oder meiden Zürich weiträumig.

Eine Idee gab es: Wir machen das Shooting an der HWZ Hochschule für Wirtschaft, die ist direkt am Bahnhof. Mein Mann arbeitet da und hat diverse Abklärungen gemacht, auch mit der Polizei. Es gab ein paar Punkte, die man einhalten sollte, was die Sicherheit anbetrifft. Aber um die Uhrzeit, um die wir dort waren, war alles absolut kein Problem.

So hatten wir dann doch ein Indoor-Fotoshooting, da es an diesem Tag noch regnete und wir nicht mal auf die Terrasse konnten. So kam ich dann zu meinen Bildern. Dazu hat Anja noch ein paar Bilder geknipst, da die HWZ eine sehr interessante Kulisse hatte. Diese Bilder möchte ich euch heute, ein Jahr später, zeigen.

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Mein Studium an der HWZ

Aber auch ich habe einen Bezug zur HWZ. Vor 5 Jahren habe ich da meinen CAS Social Media abgeschlossen, das war damals die zweite Durchführung. Letztes Jahr wurde mir bei einem Coaching empfohlen, dass ich einen Master machen sollte: Ich bin sehr wissbegierig & oft unterfordert. Ein Masterstudium war somit die beste Idee, meine Bedürfnisse zu decken. So habe ich mich dann direkt für den MAS Business Innovation angemeldet. Ich war glaub die Erste, die sich für diesen Master angemeldet hat 🙂 Der war so neu, dass er noch nicht ausgeschrieben war. Was war das für eine Freude, als ich den Vertrag unterschrieben habe.

Kurz später ging’s dann auch schon los mit dem CAS Lean Management – das war die erste Durchführung und wir waren eine kleine Klasse. Echt der Hammer, wie viel man lernt, wenn man so eine kleine exklusive Truppe ist.

Direkt im Anschluss habe ich den CAS Consulting & Communication besucht: Hier habe ich viel über mich selbst gelernt. Im Bereich „Interkulturelle Kommunikation“ zum Beispiel, dass ich eigentlich viel polnischer bin, als ich dachte. Während für andere osteuropäische Verhaltensweisen nicht so leicht zu verstehen sind, waren sie für mich normal. Zum Beispiel – und das wurde von der Dozentin bestätigt – auf Fragen zu antworten, auch wenn man sich nicht ganz sicher ist. Der typische Schweizer hält sich lieber zurück, während es in polnischen Schulklassen laut zugeht. Mein Bonus ist, dass ich es mit meinen zwei „interkulturellen Seiten“ viel einfacher habe, um mich an neue Situationen anzupassen.

Exkurs: Unistudium
Gestern habe ich dann den letzten Tag des letzten CAS absolviert. In der Regel braucht es fünf CAS, um diesen Master machen zu können. Aufgrund meines betriebswirtschaftlichen Vorstudiums musste ich den CAS General Management nicht mehr machen (und der CAS Social Media wurde angerechnet).
Ein Studium an der Uni und eins an der FH – das sind Welten. Ich bin ein Mensch, der den engen Austausch mit Dozenten und Studis braucht. Ich brauche Gruppenarbeiten und direktes Feedback. Das hat mir an der Uni gefehlt, wo ich Wirtschaftswissenschaften studiert hatte. Ich erinnere mich an die Controlling Vorlesungen um 8h am Morgen. Da musste ich mir Ohrstäbchen zwischen die Augenlider klemmen. Leider ohne Erfolg – ich bin auch so fast jedes Mal eingeschlafen. Das war jetzt natürlich das eine Extrem. Wegen dieser Vorlesung habe ich dann auch nicht direkt das Vorliz abgeschlossen, sondern wollte hier die Prüfungen am Schluss machen.

Andere Vorlesungen waren durchaus interessant. Aber ich konnte einfach meine Fragen nicht loswerden, was mich ganz nervös gemacht hat. Wegen des Umzugs von Basel nach Zürich anno 2000 war es dann nicht möglich, das Studium weiterzuführen. Kantönligeist gibts halt nur in der Schweiz. Die in Basel hatten Noten, die in Zürich Punkte. So brach ich dann das Studium ab und fing an zu arbeiten.

Kurz später machte ich jedoch das 3-Jährige BWL-Studium an der HF. Und siehe da. Im Controlling gab’s dann plötzlich die Note 5.5… Controlling kann auch spannend sein, wenn es richtig gelehrt wird.

Die Uninoten sind ja 10 Jahre gültig. Ich hatte vor Ablauf dieser Zeit nochmals angefragt, ob ich die Controlling Uni-Vorlesung besuchen kann,  um den Bachelor-Titel zu bekommen. Makroökonomie hätte ich glaub auch noch machen müssen. Aber dann hiess es, dass das inzwischen nicht mehr möglich wäre. Ich habe im Liz-System angefangen und das passte dann überhaupt nicht mehr mit dem Bachelor. So hätte ich also sogar in Basel ganz viele Vorlesungen besuchen müssen, um den BSC zu erhalten.
Also, das was der Exkurs zu unserem feinen Unisystem. Ich hoffe, dass das mit Bologna und ECTS inzwischen besser funktioniert…

Zurück zum FH-Studium
Bis gestern habe ich dann den letzten CAS absolviert – den CAS Innovation Management. Das war so much fun. Für mich war hier ganz wichtig, dass ich Methoden erhalte, wie ich meine „innovative Denke“ anderen erklären kann und auch am Arbeitsplatz einführen kann. So beschäftige ich mich aktuell mit Social Innovation und werde zu diesem Thema auch meine CAS Arbeit schreiben.

Wir haben im Rahmen des CAS einen #hwzinnovation Blog geführt – mein Videobeitrag vom Practise Day bei einer Firma folgt – und hier die diversen Modelle auch dem breiten Publikum zugänglich gemacht.

Jetzt werde ich also meine CAS Arbeit schreiben. Im Anschluss folgt die Masterarbeit zum Thema Upcycling & Online-Shopping verbunden mit kreativen Working-Spaces in Drittweltländern.

 

Meine Gedanken hatte ich bereits letztes Jahr im Post zu meinem 39.ten Geburstag verarbeitet (hier).

Fotos: Anja Wurm Photography

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Dieses Bild kam dann in die Gala:

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Ich wünsche euch einen schönen Sonntag
Justi