Exotische Impressionen vom Autosalon in Genf 2015

Zum zweiten Mal nach 2014 hatten wir in diesem Jahr die Gelegenheit, den Autosalon in Genf zu besuchen – auf Einladung von SEAT. Da über den Salon ja in vielen Medien schon berichtet wurde, möchten wir hier vor allem etwas exotischere Exponate zeigen.
Ein erstes fiel uns direkt beim Eingang gegenüber von den Shuttle-Bussen ins Auge. Die G-Klasse von Mercedes ist ja nun wirklich nicht neu, wenn man daran denkt, dass es dieses Modell in einer äusserlich unveränderten Form bereits seit 1979 gibt – natürlich technisch immer wieder aktualisiert und aufgewertet. Die [G-Class]² illustriert mit nochmals gesteigerten Kletterkünsten die aussergewöhnlichen Fähigkeiten dieses Modells.

Mercedes

In den Hallen angekommen blieben wir gleich bei Zenvo hängen. Der ausgestellte ST1 war nicht nur aufgrund der Farbe ein Eye-catcher, sondern zeigt auch ein interessantes sportliches Design gepaart mit ausserordentlichen Fahrleistungen.

Noch exotischer wurde es beim ED Torq. Ein autonom fahrender Wagen, was bei fehlender Sicht auch durchaus notwendig erscheint. Die ersten Assoziationen im Freundeskreis gingen in Richtung Kampfjet, was ja bei diesem Design auch nicht weiter überrascht.

Autonomes Fahren und alternative Antriebstechniken – sicherlich zwei grosse Themen in Genf. Gerade bei den alternativen Antrieben gab es noch mehr zu sehen. Die Modelle Quantino und Quant F der Nanoflowcell AG zum Beispiel. Mit grosser, alltagstauglicher Reichweite und einer hohen Spitzengeschwindigkeit sollen hier Massstäbe im Bereich der Elektromobilität gesetzt werden.

Eher der klassische Sportwagen-Luxus fand sich am Stand vom Lamborghini – z.B. mit dem Aventador und dem Huracán (Nachfolger des Gallardo).

Ebenfalls klassisch, wenn auch noch etwas exklusiver, die Exponate am Stand von Bugatti. Nach dem Ende des Veyron wird es spannend sein zu sehen, was Neues kommen wird – und wie bzw. ob die Spitzenwerte des „alten“ Modells getoppt werden.

Träumen durfte man auch am Stand von Koenigsegg (hier der Agera RS). Den direkten Vergleich kann man hier bestaunen:

Die Klasse der Supersportwagen hat schon ihre ganz besonderen Reize.

Koenigsegg Agera RS

Wieder eher einen Blick in die automobile Zukunft gewährte der Stand von EDAG. Vor allem der organisch anmutende Cocoon mit imposanten Farbwechseln und beweglichen Karosserieelementen zog die Augen der Besucherinnen und Besucher auf sich.

Zur Mittagspause ging es dann an den Stand von SEAT. Hier war vor allem das 20V20 Showcar ein Augenschmaus – ein interessanter Ausblick auf die kommende Formensprache der Marke, der definitiv Lust auf mehr macht.

Interessant wird auch die Rückkehr von Borgward sein. Wer am Stand bereits ein Ausstellungsstück kommender Modelle erwartet hat, wurde leider enttäuscht. Neben einem Blick in die automobile Vergangenheit der Marke gab es vor allem Einblicke in die Technik kommender Modelle. Auch marketingtechnisch wird es hochinteressant sein zu sehen, ob und wie dieses Revival gelingt.

Abschliessend noch ein Blick in die Welt der absoluten automobilen Träume und Individualisierungsmöglichkeiten. Wenn man weiss, mit welchem Aufwand und welcher Liebe die Ausstattungsdetails eines Rolls Royce Phantom hergestellt werden, dann ist der Begriff des automobilen Kunstwerks schon gerechtfertigt. „Strive for perfection in everything you do“ (Sir Henry Royce) sagt eigentlich schon alles.

An Möglichkeiten zur Individualisierung mangelt es auch bei Mercedes bzw. dem Topmodell Mercedes Maybach nicht. Von einer „normalen“ S-Klasse weit entfernt, darf man oder frau auch hier ins Träumen kommen.

Der Genfer Autosalon 2015 war eine Reise wert. Ob Automobile Gegenwart und Zukunft, Fahrzeuge für den Alltag oder Traumwagen, Sportwagen oder Luxuslimousine – es war wieder für jeden Geschmack etwas geboten.