Eine Einladung zur AMG Performance Tour – wer könnte die abschlagen? Auf Einladung von Mercedes durfte ich vor knapp zwei Wochen an einem Samstag Nachmittag an diesem Fahr-Event teilnehmen. Treffpunkt war die Mercedes Niederlassung in Schlieren, wo sich die Gäste beim Mittags-Buffet vor der Abfahrt stärken konnten.

img_3679Obwohl das Essen sehr fein war, war es natürlich eigentlich Nebensache. Es ging ja um die Autos… Bevor es dann losging, erfolgte ein Briefing bei den Autos: Die Fahrzeuge nicht im „Race“-Modus bewegen, keinen Lärm machen an der Ampel oder bei Ortsdurchfahrten, die Höchstgeschwindigkeiten beachten, keine Überholmanöver zwischen den beteiligten Fahrzeugen. Und damit es im Falle eines Falles keine Diskussionen gibt, mussten die Fahrzeiten mit Namen protokolliert werden.

Und diese Fahrzeuge hatten es durchaus in sich. Mit dabei waren:

  • Zwei AMG GTs
  • ein GLE 63s Coupe
  • ein C63s Coupe
  • ein C63s T-Modell
  • ein SLC 43
  • eine C43 Limousine
  • ein A45

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Ein Teil der Fahrzeuge für die AMG Performance Tour

Es gab somit eine schöne Auswahl an aktuellen AMG-Modellen mit vier, sechs und acht Zylindern. Die Rundfahrt dauerte ca. drei Stunden, mit Start in Schlieren bis nach Baar (und wieder zurück). Alle 15 bis 20 Minuten gab es Fahrer- und Fahrzeugwechsel, so dass jede(r) einmal als Fahrer/in bzw. Beifahrer/in in jedem Auto fahren konnte – und dank der beiden GTs-Modelle kamen alle Beteiligten in den Genuss dieses Wagens aus der Fahrerperspektive.

Das Wetter hatte es bei der Ausfahrt am Anfang noch ganz gut gemeint, zwischendurch hat Petrus dann aber seine Schleusen geöffnet. Waren die Strassen also zu Beginn noch trocken, so merkte bei nasser Fahrbahn relativ schnell, dass die Hecktriebler mit über 500 PS doch ab und zu auf die Regelelektronik zurückgreifen mussten. Bei den Allrad-Modellen war dies erwartungsgemäss nicht der Fall.

Zusätzlich zum „Popometer“, das solche Dinge registriert, waren in verschiedenen Fahrzeugen auch zusätzliche Angaben über die Bordcomputer abrufbar: Beschleunigungskräfte, Druck auf Gas- oder Bremspedal, aktuell verfügbare Newtonmeter usw. Für die Motoren aus Affalterbach gilt im übrigen: „One man, one engine“ Für die Montage eines Motors ist eine Person von Anfang bis Ende verantwortlich, und diese bürgt für die Qualität mit einer Namensplakette auf dem Motor.

Ein Schnittmodell des 4-Liter AMG V8 Biturbo-Motors eines AMG GT R

Welches Fahrzeug hat mich am meisten beeindruckt? Emotional sicher der GTs. Diese Eigenentwicklung von AMG ist ein reinrassiger Sportwagen, der die meisten Menschen schon mit seiner Silhouette in seinen Bann zieht. Dazu der leistungsfähige Motor und der passende Sound – schlichtweg eine Wucht.

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Die beiden AMG GTs Beauties

Für Grösse und Gewicht des Fahrzeugs überraschend agil war der GLE 63s. Auch auf kurvigen Strecken sehr präzise zu fahren, dank der Motorleistung absolut leichtfüssig – und auch hier natürlich vom Sound her ein Genuss.

Eine sehr attraktive Option ist sicher auch der C43. Auf der einen Seite mehr als souverän motorisiert, dank Allrad mit hervorragender Schlechtwetter- und Wintertauglichkeit, auf der anderen Seite aber auch durch den modernen aufgeladenen 6-Zylinder durchaus Sprit-effizient zu bewegen. Und für Sound-Erotiker auch mit einem absolut ansprechenden Klang.

Auch wenn man auf öffentlichen Strassen unter Beachtung der Verkehrsregeln das Potenzial dieser Fahrzeuge bei weitem nicht ausloten kann, so war dies ein gelungener und erlebnisreicher Nachmittag für Menschen, die sich für Autos interessieren und etwas Benzin im Blut haben. Nach der Rückkehr gab es noch einen kleinen Apéro in Schlieren, bei dem man sich dann Gedanken machen konnte, für welches Fahrzeug das Herz wohl am meisten schlägt.

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